JS FORUM 3-4 2020

Häufigste Computerspieler? Die Generation 50-Plus Nicht die Jungen, sondern in erster Linie die Älteren spielen offenbar häufiger am Computer. Das geht aus einer Ende August in Hannover vorgestellten forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse KKH hervor. Demnach zocken von den 16- bis 29-Jährigen rund 15 Prozent fast täglich online oder offline, von den 30- bis 49-Jäh- rigen rund 20 Prozent und von den 50- bis 69-Jährigen etwa 23 Prozent. Dafür spielten junge Menschen im Durch- schnitt länger: Die Hälfte der 16- bis 29-Jäh- rigen verbringe mindestens eine Stunde am Tag vor Tablet oder PC und immerhin fünf Prozent davon acht Stunden und länger. Die Corona-Krise habe bei vielen zu einer Aus- weitung der Spielzeiten geführt. Dass immer mehr ältere Menschen dem Reiz digitaler Spiele verfallen, liegt laut Ein- schätzung von Fachleuten auch an einer wiederentdeckten Leidenschaft. Die Ge- neration 50 plus sei schließlich bei der Ge- burtsstunde der PC-Spiele in den achtziger Jahren dabei gewesen. Quelle: Rheinische Post (www.rp-online.de ) 5 3/2015 3 Aktuelles Deutsche Kinder unzufriedener als Kinder aus Nachbarländern Corona: Boom für die Gaming-Branche Seit Beginn der Corona-Pandemie verbrin- gen Spielerinnen und Spieler deutlich mehr Zeit an der Konsole oder anderen Gaming- Geräten. Das hat eine Umfrage des Digital- Branchenverbandes Bitkom ergeben. Mehr als 55 Prozent der Befragten erklärten, seit Beginn der Corona-Pandemie mehr zu spie- len. Durchschnittlich spielten die Befragten sieben Stunden pro Woche zusätzlich im Vergleich zu vorher. Das entspreche fast der doppelten durchschnittlichen Spielzeit wie vor den Beschränkungen durch die Corona- Pandemie. Und nicht nur die Spieldauer, sondern auch die Ausgaben fürs Gaming sind im Zuge der Corona-Pandemie deutlich gestiegen. Lagen die durchschnittlichen Ausgaben eines Spielers vor Corona pro Monat bei 15 Euro, liegen sie der Umfrage zufolge nun bei durchschnittlich 24 Euro. Quelle: www.spiegel.de Das UN-Kinderhilfswerk Unicef in Köln hat Anfang September eine Studie vorgestellt. Sie besagt, dass deutsche Kinder unzufriedener sind als andere in den Nachbarländern. In Deutschland geben demnach 75 Prozent der Mädchen und Jungen an, mit ihrem Leben sehr zufrieden zu sein – in anderen Industrie- ländern sind es deutlich mehr. Das Kinder- hilfswerk hat 41 Länder in der Studie vor der Corona-Pandemie untersucht. Mehr zufriedene Kinder leben zum Beispiel in den Niederlanden – da sagen 90 Prozent, dass sie sehr zufrieden sind. Auch in der Schweiz (82 Prozent) und in Frankreich (80 Prozent) sind mehr Kinder zufrieden als in Deutschland. Laut Unicef könne das etwa daran liegen, dass die Eltern vieler deutscher Kinder mehr Ängste und Sorgen haben als Erwachsene in anderen Ländern. Und das wirkt sich auf die Kinder aus. „75 Prozent ist einerseits ein guter Wert, man kann es aber auch umdrehen und sagen: Jedes vierte Kind ist nicht sehr zufrieden“, sagte der Sprecher von Unicef Deutschland in Köln, Rudi Tarneden. In der Türkei sind Kinder der Unicef-Studie zufolge mit 53 Prozent am unzufriedensten. Die ersten Plätze belegen im internationalen Vergleich neben den Nieder- landen Dänemark und Norwegen. Quelle: www.unicef.de , www.tagesschau.de JUGENDSCHUTZ FORUM O -4/2020 Rauchen unter jungen Leuten immer unbeliebter Rauchen wird laut einer Studie bei Ju- gendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland immer unbeliebter. Unter den 12- bis 17-Jährigen gaben noch 5,6 Prozent an, ständig oder gelegentlich zu rauchen, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nach Umfragedaten aus dem vergangenen Jahr kürzlich mit- teilte. Das waren so wenige wie noch nie seit Beginn der Befragungsreihe in den 1970er Jahren. Unter 18- bis 25-Jährigen sind demnach noch 21,2 Prozent Raucher Befragung von 7000 Personen im Alter von 12 bis 25 Jahren, April bis Juni 2019 *synthetische Stoffe, die auch als Designerdrogen oder irreführend als Legal Highs bezeichnet werden. Grafik: uen. / Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, dpa – ebenfalls der bisherige Tiefstand in der Studie. Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Lud- wig (CSU) sagte, die erfreulichen Zahlen seien ein Ergebnis jahrzehntelanger, gut gemachter Präventionsarbeit. Dieser Effekt müsse auch bei Cannabis erreicht werden. Laut Studie haben dies 10,4 Prozent der 12- bis 17-Jährigen und 46,4 Prozent der 18- bis 25-Jährigen schon einmal probiert. Quellen: www.faz.net, www.bzga.de Konsum illegaler Drogen unter jungen Erwachsenen: Anteil der 18- bis 25-Jährigen, die folgende illegale Drogen mindestens ein Mal im Leben konsumiert haben, in Prozent: Immer aktuelle Nachrichten rund um den Kinder- und Jugendschutz für ganz Deutschland finden Sie auf: www.jugendschutz-info.de

RkJQdWJsaXNoZXIy MTQ0NDgz