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FORUM JUGENDSCHUTZ O Die letzte Seite 20 K 71817 Postvertriebsstück Entgelt bezahlt: DPAG DREI-W-VERLAG GmbH • Landsberger Straße 101 • 45219 Essen Hol mir mal Zigaretten! Bleibt kurz im Auto, komme gleich wieder. Viel Spaß im Zeltlager – sehen uns in vier Wochen! Geht raus zum Spielen – bis heute Abend. Heute ist Party, ihr könnt so lange aufbleiben, wie ihr wollt! Wir treffen uns nach dem Film wieder. Nicht ganz so weit rausrudern! Elternsätze von früher, vor denen es Helikopter- Eltern graust, laut Kölner Stadt-Anzeiger (www.kasta.de ). Man kann Piëch aber auch als Außenseiter beschreiben, dem die Familie schon in früher Jugend allenfalls die zweite Geige zugedacht hatte. Einer, der seine Jugend nach mangel- haften Schulleistungen in einem Schweizer Elite-Internat fristen musste, das er später als „Abhärtungsschule“ bezeichnete. Und der schon dort lernte, dass der einzige Mensch, dem er vertrauen kann, er selbst ist. Spiegel.de zum Tod von Ferdinand Piëch. Seine Karriere sei eine beispiellose Erfolgsgeschichte, geprägt von Selbstdisziplin und Härte gegenüber sich und anderen. Doch genau diese Unerbittlich- keit führte am Ende auch zu seinem Scheitern. Man schrieb das Jahr 1972. Damals waren die Krawatten so breit, dass die Leichtathletin Heidi Schüller gut und gern auf ihnen hätte laufen können. In jeder Hinterntasche steckte die Drahtbürste, und die Haartracht der Männer wirkte so, als ob das Gesicht aus dem Bart her- vorwuchs, als wäre der Bart früher da gewesen, nicht umgekehrt. Willy Brandt war Bundeskanz- ler. Eben hatte er für seine SPD 45,8 Prozent der Stimmen geholt. Eine tolle Zeit! Jacques Schuster in seiner Glosse „Mit Cindy und Bert zum Sieg“ (Welt am Sonntag“, 18.08.), in der er das Prinzip der Kandidatenpaare für den SPD-Vorsitz auf’s Korn nimmt. Bis heute wärmten die Sozialdemokraten ihre alternden Herzen an den goldenen 70ern. Die Lieder und Texte des Schlagerduos aus dieser Zeit, die heute politisch herrlich unkorrekt klängen („Am Abend, da spielt der Zigeuner ...“), müssen auf die Sozialdemokratie so aufwühlend, so einbrennend gewirkt haben, dass sie nun beschlossen haben, nur auf Cindy und Bert zu setzen. Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir. Angeblich. Dafür allerdings sind die wenigsten Lehrer qualifiziert. Sie sind von der Unmündigkeit des Schülerdaseins in die ver- längerte Jugend des Studentenlebens und von dort in die Unmündigkeit des Beamtendaseins geruscht, wo ein „Dienstherr“ lebenslang für sie die „Fürsorgepflicht“ übernimmt. Das wirkliche Leben sieht anders aus. Das wissen die Lehrer – abstrakt. Alan Posener in seinem Kommentar „Beamte raus aus den Schulen“ in der „Welt“: Es sei etwas ande- res, das Leben außerhalb des Fürsorgekokons am eigenen Leib zu erfahren, als jemand, der Studien- direktor und Beamter auf Lebenszeit war und diese Sicherheit aufgab, um selbstständiger Autor und dann angestellter Redakteur zu werden. 3-4/2019 Lass Dich nicht K.O.-Tropfen Die erfolgreiche Aktion zum Schutz vor K.O.-Tropfen geht weiter. K.O.-Tropfen – auch bekannt als Liquid Ecstasy – sind geschmack- und geruch- los und werden unbemerkt in Getränke gemischt. Innerhalb kurzer Zeit wird man teilnahmslos, willenlos und handlungs- unfähig. Hinzu kommen können Schwin- del, Übelkeit, Wahrnehmungsstörungen, Erinnerungslücken und totaler Blackout. Für die Aufklärungs-Aktion können fol- gende Materialien bestellt werden: l Info-Karten „Lass dich nicht K.O.- Tropfen“ mit einem angehängten Spikey © l Plakate „Lass dich nicht K.O.-Tropfen“ in DIN-A3 und DIN-A2 l Bierdeckel „Lass dich nicht K.O.-Trop- fen“, die auch als Getränkeabdeckung verwendet werden können (mittig mit einem Loch für einen Strohhalm). Diese Hilftsmittel erschweren potenziel- len Tätern den Zugang zu einem Getränk (in Flasche oder Glas) deutlich. Das Hauptanliegen der Aktion ist aber eine möglichst große Gruppe über die Gefah- ren von K.O.-Tropfen aufzuklären und für einen umsichtigen Umgang mit Geträn- ken in der Öffentlichkeit zu werben. Bei vielen Partys, Schützenfesten, Stadtteil- festen, Weihnachtsfeiern, Abifeiern u. a., ist eine Aufklärungsaktion wichtig und kann so kurzfristig umgesetzt werden. Bestellungen, gerne auch mit Ihrem indivi- duellem Eindruck, über www.drei-w-ver- lag.de oder rufen Sie uns an: 02054-5119. Weitere Infos siehe auch Seite 19.

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